SYMPHONIEORCHESTER DES BAYERISCHEN RUNDFUNKS

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zählt zu den international hochgeschätzten Orchestern. Sein Ruhm hat sich nicht zuletzt durch die intensive Reisetätigkeit schnell verbreitet: 2008 kam das Orchester beim Orchesterranking der britischen Fachzeitschrift „Gramophone“, für das international renommierte Musikkritiker nach „The world’s greatest orchestras“ befragt wurden, auf Platz sechs. Die japanische Musikzeitschrift „Mostly Classic“ sieht das Orchester in einer Kritikerumfrage 2010 weltweit auf Platz 4. Seit der Saison 2003/2004 ist Mariss Jansons Chefdirigent des Symphonieorchesters. Innerhalb kürzester Zeit ist es ihm gelungen, eine Atmosphäre höchsten künstlerischen Anspruchs und enger emotionaler Verbundenheit zu schaffen. Für seine Konzerte in München ebenso wie für die zahlreichen Gastauftritte in den führenden europäischen, amerikanischen und japanischen Musikmetropolen erhält er regelmäßig begeisterte Kritiken.

Schon bald nach seiner Gründung 1949 erlangte das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks weitweite Wertschätzung, die sich bis in die Gegenwart erhalten hat. Eugen Jochum, der als erster Chefdirigent (von 1949 bis 1960) das Orchester aus Spitzenmusikern aufgebaut hat, begründete den weltweiten Ruf des Orchesters durch erste Auslandstourneen. Besonders die Pflege der Neuen Musik hat eine lange Tradition. Die Auftritte im Rahmen der 1945 von Karl Amadeus Hartmann gegründeten musica viva zählten von Beginn an zu den zentralen Aufgaben. Das Münchner Publikum erlebte legendäre Aufführungen zeitgenössischer Werke, bei denen die Komponisten meist selbst am Pult des Orchesters standen, so etwa Igor Strawinsky, Darius Milhaud, Paul Hindemith, Pierre Boulez sowie in jüngerer Zeit Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel, Luciano Berio und Peter Eötvös. Tourneen führen das Orchester durch nahezu alle europäischen Länder, nach Asien sowie nach Nord- und Südamerika. Dabei gastiert es regelmäßig in der New Yorker Carnegie Hall und in den bedeutenden japanischen Musikzentren.

Als einziges deutsches Orchester hat das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks viele Jahre lang mit Leonard Bernstein zusammengearbeitet, dessen Einspielung von Wagners Tristan und Isolde heute noch Maßstab setzend ist. Von 1993 bis 2002 leitete Lorin Maazel das Symphonieorchester. Er verlangte von den Musikern höchste technische Präzision und hob damit das Orchester nochmals auf eine neue Stufe musikalischer Perfektion und Brillanz.

Überhaupt haben viele renommierte Gastdirigenten, wie beispielsweise Clemens Krauss, Erich und Carlos Kleiber, Charles Münch, Ferenc Fricsay, Otto Klemperer, Karl Böhm, Günter Wand, Sir Georg Solti, Carlo Maria Giulini, Kurt Sanderling und Wolfgang Sawallisch das Symphonieorchester in der Vergangenheit nachhaltig geprägt. Heute sind Riccardo Muti, Esa- Pekka Salonen, Franz Welser-Möst und Daniel Harding wichtige Partner, die häufig in München am Pult stehen. Seit einigen Jahren verfolgt das Symphonieorchester neue Ansätze in der Interpretation Alter Musik und arbeitet regelmäßig mit Experten der Historischen Aufführungspraxis wie Thomas Hengelbrock, Nikolaus Harnoncourt und Ton Koopman zusammen.

Mit zahlreichen CD-Veröffentlichungen, unter anderem einer Reihe von Live-Mitschnitten der Münchner Konzerte, führt Mariss Jansons die umfangreiche Diskographie des Orchesters fort. Die Aufnahme der 13. Symphonie von Dmitrij Schostakowitsch erhielt 2006 den Grammy in der Kategorie „Beste Orchesterdarbietung“. Seit 2009 veröffentlicht das Symphonieorchester herausragende Konzertmitschnitte ebenso wieausgesuchte historische Aufnahmen beim neu gegründeten Label des Bayerischen Rundfunks: BR-KLASSIK.

Das alljährliche Open Air-Festival „Klassik am Odeonsplatz“ bestreitet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gemeinsam mit den Münchner Philharmonikern.

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